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Herbstgold 2023

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18.09.2022

  • Event Zeit18:00
  • Event LocationHaydnsaal
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István Várdai
Oksana Lyniv
Ukrainisches Jugendsinfonieorchester

September 2023

Zoltan Almashi: ,,Maria´s City"
Camille Saint-Saëns:
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt"

István Várdai, Violoncello
Oksana Lyniv, Dirigentin
Ukrainisches Jugendsinfonieorchester

Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv kennt man in Österreich seit ihren Erfolgen an der Grazer Oper. Mittlerweile ist sie in Bologna die erste Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses und wurde bei ihrem Bayreuth-Debüt 2021 als erste Frau am Pult mit dem „Fliegenden Holländer“ umjubelt. Nun kommt sie mit dem von ihr selbst gegründeten Ukrainischen Jugendsinfonieorchester zum Herbstgold-Festival: ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Krieges und eines friedlichen Miteinanders unter dem Banner der Kunst. Was haben die begabtesten jungen Musikerinnen und Musiker der Ukraine im Notengepäck? Eine Sinfonietta des 1975 geborenen ukrainischen Komponisten Zoltan Almashi; Camille Saint-Saëns’ a-Moll-Cellokonzert, das Kollegen wie Schostakowitsch oder Rachmaninow sogar für das größte und gelungenste Werk seiner Art hielten, mit dem der gefeierte junge ungarische Cellist István Várdai glänzen wird – sowie Antonín Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“, diese großartige, mitreißende musikalische Brücke zwischen Europa und Amerika, Böhmen und den USA.


Gewidmet der Stadt Mariupol

„Maria’s City“: Damit ist die ukrainische Stadt Mariupol gemeint (ukrainisch: Маріуполь, Marias Stadt), gelegen am Ufer des Asowschen Meeres, an der Mündung des Kaltschyk in den Kalmius. 2018 zählte Mariupol rund 445.000 Einwohner. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in Februar 2022, ihrer Belagerung, weit reichender Zerstörung mit unzähligen Todesopfern in der Zivilbevölkerung und der Einnahme durch russische Truppen im Mai ist sie zu einem schmerzlichen Symbol dieses Krieges geworden. Den Komponisten und Cellisten Zoltan Almashi kennt die Dirigentin Oksana Lyniv aus den gemeinsamen Studienzeiten. Als Lyniv, durch den Krieg alarmiert, spontan Musik suchte, die die aktuelle Situation wiederspiegeln sollte, meldet sich Almashi bei ihr: Er hatte einen Raketenangriff auf Mariupol mit ansehen müssen. Ende Mai war sein Stück für Streichorchester fertig. Es beginnt mit einer lyrischen Melodie der Soloviola, die keine Volksmusik zitiert, aber so klingt, als wäre es ein ukrainisches Lied. Es folgt ein Allegro in Dur – eine vielleicht überraschende kompositorische Entscheidung, die jedoch aus dem Erlebnis des Angriffs herrührt: aus Erregung, aus dem Gefühl von Irrealität, auch aus der Faszination für die zerstörerische Kraft und die trügerische Sicherheit, in die den Beobachter jene Entfernung gewiegt hat, die nur durch Zufall gegeben war. Es folgt ein hoher Violinton als Zeichen für jenen Tinnitus, den der Lärm der Explosionen und das psycho-physische Echo der Katastrophe hervorrufen. Doch zuletzt macht sich trotz Gewalt und Zerstörung wieder das lyrische Thema das Beginns bemerkbar: Als Zeichen der Hoffnung wächst es als zarte, aber kraftvolle, unauslöschliche Pflanze aus allen Trümmern hervor – wie ein Gebet.


Event Datum

18.09.2022

Sonntag, 18:00 Uhr

Event Ort

Haydnsaal

Schloss Esterházy, Eisenstadt

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    • Event Zeit17:00
    • Event LocationSchloss Esterházy

    TEE UM 5 - Was kann Kunst - In Zeiten wie diesen?

    Moderation: Barbara Rett

    Am Podium:

    Julian Rachlin, Violinist, Bratschist, Dirigent und Künstlerischer Leiter HERBSTGOLD
    Stefan Ottrubay, Direktionsrat Esterhazy Stiftungen
    Elisabeth Schweeger, Künstlerische Leitung Kulturhauptstadt 2024
    Emil Brix, Botschafter, Leiter der Diplomatischen Akademie

    Die grande dame des österreichischen Kulturjournalismus, Barbara Rett, widmet sich mit einer illustren Gästeschar der Frage, ob und was Musik, Kunst und Kultur angesichts der aktuellen globalen Krisen und Herausforderungen bewirken können. Eintritt frei.


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